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Fusion beschlossen!

Saatzucht + RWG Gnarrenburg = RAISA eG

Fredenbeck. Die außerordentliche Generalversammlung der RAISA eG (vormals Stader Saatzucht eG) hat am Montag in Fredenbeck einstimmig der Verschmelzung mit der Raiffeisen-Warengenossenschaft Gnarrenburg eG zugestimmt. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Generalversammlung der Gnarrenburger Genossenschaft in Kuhstedt die Fusion mit 91 % beschlossen. In beiden Genossenschaften ist nach den Satzungen eine Dreiviertelmehrheit der stimmberechtigten Mitglieder für eine Verschmelzung erforderlich. Die Verschmelzung erfolgt nach registergerichtlicher Eintragung rückwirkend zum 1. Juli 2017.
Die RWG Gnarrenburg ist mit 40 Mio. € Umsatz und ca. 80 Beschäftigten eine mittelgroße Genossenschaft. Die neue RAISA eG und ihre Tochtergesellschaften erreichen mit der Verschmelzung einen Umsatz von über 300 Mio. €. In Zukunft werden knapp 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die RAISA-Unternehmensgruppe tätig sein.
Vorstandsmitglied Lohse ging in seinem Bericht auf die wesentlichen Vorteile für die Mitglieder und Kunden ein: „Die Herausforderungen durch die zunehmende Bürokratie und immer neue gesetzliche Vorgaben, den anhaltenden Strukturwandel der Landwirtschaft, den sich verstärkenden Wettbewerb, die laufenden Kostensteigerungen und die Digitalisierung sind auf Sicht nur durch eine Optimierung der genossenschaftlichen Strukturen in Norddeutschland aufzufangen“, lautete die Kernaussage des Berichts. Die RAISA eG stehe auf einem festen Fundament mit einer gesunden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, müsse das Geschäftsmodell aber ständig auf den Prüfstand stellen und weiterentwickeln.
Die RAISA eG werde auch in Zukunft in den vier Kerngeschäftsfeldern Agrargeschäft, Energie, Einzelhandel und Logistik tätig sein und sieht sich zugleich als Unternehmen der Landwirtschaft und Nahversorger der Region: „Wir sind durch und durch regional, verfügen aber mit unseren Beteiligungsunternehmen über weitreichende nationale und internationale Verbindungen und sind somit auch im Zeitalter der Globalisierung gut aufgestellt“, resümierte Lohse.
Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder steigt von ca. 2.500 auf 3.300 an. Durch die Fusion erhöht sich die Anzahl der landwirtschaftlichen Standorte um sechs auf 20. Zu den 18 vorhandenen Raiffeisen-Märkten kommen sechs Gnarrenburger Märkte hinzu. Das Tankstellennetz wird um vier weitere Stationen auf nunmehr 30 erweitert. In Gnarrenburg wird der fünfte dezentrale Energie-Markt des Unternehmens eingerichtet.
Der zweiköpfige Vorstand der RAISA eG wird um den bisherigen Gnarrenburger Geschäftsführer Andreas Pape erweitert. Der bisher mit zwölf Mitgliedern besetzte Aufsichtsrat wird um drei Mitglieder aus dem Kreis Osterholz und einen weiteren Vertreter aus dem Altkreis Bremervörde ergänzt.

RAISA eG
22.01.2018

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